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Best.Nr. 0118
Mavrogordato, Jack,
Ein Beizvogel fürs Gebüsch.
Darmstadt: Klüh, 2018. 226 S., 10 Tafeln, 14,5 x 21 cm, gebunden.

Buch per "Books per View" durchblättern (1,0 MB)

Jack Mavrogordatos "Ein Beizvogel fürs Gebüsch" darf noch immer als das Standardwerk über das Abtragen von Kurzschwingen-Greifvögeln gelten. Auf sehr einprägsame Weise beschreibt der Autor alle grundlegenden Aspekte der Falknerei: die Atzung, die Ausrüstung, die Kondition und im besonderen das Abtragen des Sperbers, hier die Auswahl des Vogels, das Für und Wider von Wildfang und Nestling, den Wildflug, die Methodik des Tragens, Beireitens und Einjagens und die Jagd selbst. "Wir geh'n auf Vögel zusammen" heißt es, wenn der Autor den Leser an einer erfundenen Nachmittagsbeize teilnehmen läßt.

Wenngleich der Sperber heute als Beizvogel nicht mehr zur Verfügung steht, hat das Buch dennoch nicht im geringsten an Bedeutung verloren: "Jack Mavrogordatos Sperberbuch ist brilliant geschrieben. Wer es gelesen und verstanden hat, kann jeden Habicht abtragen. Denn wer Sperber abtragen kann, kann auch Habichte abtragen" (Prof. Dr. Christian Saar).

Diese zweite deutsche Übersetzung basiert auf der überarbeiteten englischen Ausgabe von 1973 und ist gegenüber der deutschen Erstausgabe von 1967 in wesentlichen Teilen erweitert. Neu hinzugekommen sind u. a. Beiträge über das Abtragen geprägter Nestlinge (Imprints), die Zucht und Greifvogelkrankheiten.

Leseprobe
"Wir geh'n auf Vögel zusammen"
(Copyright Verlag Peter N. Küh)

Um meine Bemerkungen über das Abtragen des Sperbers abzuschließen, möchte ich in diesem Kapitel meine Leser mit mir hinausnehmen zu einer erfundenen Nachmittagsbeize. Wir wollen annehmen, daß es mitten im Winter ist, und daß ich einen fertig abgetragenen weiblichen Nestling habe, der früh am Nachmittag des vorangegangenen Tages geatzt und über Nacht unverhaubt auf einer Reck unter Dach an einem geschützten Standort belassen wurde [...]

päter in dem Wipfel eines Baumes steht, nachdem die verwirrenden Einflüsse der Freiheit, fremder Gesellschaft und der Aufregungen der Jagd oder der Ärger des Mißerfolges in sein wankelmütiges Gehirn eingedrungen sind. Wenn er andererseits bei meiner Annäherung, weit davon entfernt, mir entgegenzuspringen, sein Gefieder straff anlegt, bis er wie ein Stock aussieht unruhig von einer Seite zur anderen blickt, während ich näherkomme, und heftig von mir fort springt, ehe ich dicht genug heran bin, um ihn aufzunehmen, dann gibt es keinen Zweifel, daß er nicht in Yarak ist, und daß ich mir Kummer bereite, wenn ich ihn mit hinausnehme. Dafür, daß er nicht in Yarak ist, kann es viele Gründe geben; er kann zu hoch sein, seine letzte Mahlzeit kann zu umfangreich gewesen sein oder noch nicht lang genug her, er kann das Gewölle noch nicht geworfen haben, er kann ungenügend locke sein oder man hat ihn zu lange untätig und unbeobachtet gelassen. Was immer der Grund sei: wenn ich ihn mit hinausnehme und fliege, kann ich mir einige bange Augenblicke garantieren, ehe ich ihn – wenn überhaupt – wieder sicher nach Hause bringe. Eine der Lehren, die jeder Falkner am schwersten lernt, ist die Richtigkeit der Weigerung, einen Vogel zu fliegen, der dazu nicht in Form ist, ohne Rücksicht auf die Gefühle der Gesellschaft, die eingeladen wurde, um der Beize beizuwohnen. Wie vornehm eine solche Gesellschaft auch immer sein mag, wie weit sie auch hergekommen seien, wie lange die Verabredung schon bestehen mag und wie groß auch ihre Enttäuschung, man lerne hart zu sein und es abzulehnen, einen Vogel hinauszunehmen, von dem man weiß oder vermutet, daß er zum Fliegen nicht in Form ist. Wenige von uns haben die Entschlußkraft, diesen allzu guten Rat zu beherzigen, was zur Folge hat, daß wir die Gefahr heraufbeschwören, unseren Beizvogel zu verlieren oder gar zu täten oder allerwenigstens ihm schlechte Gewohnheiten einzuimpfen. Zudem erweist sich unser beabsichtigtes Entgegenkommen den Gästen gegenüber meistens als Mißgriff. Womöglich sind sie gezwungen, in bitterer Kälte vor einem Vogel herumzuscharwenzeln, der den größten Teil des Nachmittags damit zubringt, reglos in einem Baumwipfel zu stehen; und endlich werden sie in die Zivilisation zurückzukehren, entrüstet über das Zerrbild einer Kunst, denn mehr war es ja nicht, was man ihnen zu bieten vermochte. Wie viel besser wäre es nach alledem gewesen, wenn man sie ganz zu Anfang mit höflichen Worten fortgeschickt und allesamt eingeladen hätte, bei einer aussichtsreicheren Gelegenheit wiederzukommen.

Wir wollen jedoch annehmen, daß an diesem Nachmittag der Beizvogel bei meinem ersten Anblick weder ungestüm auf mich zu springt noch heftig von mir weg, während ich nähertrete, sondern mit gesträubtem Kopfgefieder, leicht vorgestrecktem Kopf, hellen und erregten Augen auf seinem Sprenkel steht. Er scheint in Yarak zu sein, und indem ich die Faust bis zum letzten Augenblick hinter dem Rücken verberge, kann ich ihn gerade noch davon abhalten, mir entgegenzuspringen, bevor die Faust in seiner Reichweite ist, wodurch ich verhüte, daß er sich einige Schwungpennen in dem feuchten Gras naß macht. Während ich die Langfessel löse, macht er sich an einem kalten Flügel auf der Faust zu schaffen; gerade dieser Beizvogel ist gut an die Haube gewöhnt, und so wird nach ein paar Bissen sachte die Haube übergestülpt (keine unangebrachte Eile, auch wenn wir verspätet wären und das "Feld" schon ungeduldig). Er bekommt noch zwei oder drei Bissen durch die Haube, wird auf die Waage gestellt (deren Urteil einen weiteren wertvollen Schlüssel für sein anschließendes Verhalten gibt), und ab geht es im Wagen zum Ort der Handlung.

Bei der Ankunft muß zunächst das Auswechseln der gewöhnlichen Geschühriemen gegen das kurze, schlitzlose Feldgeschüh besorgt werden, das wir aus dem Kapitel V schon kennen. Bevor man den Beizvogel abhaubt, gilt es, etwas Voraussicht zu üben. Muß man unmittelbar nach dem Abhauben umständlich über einen Zaun klettern, wobei einige Teilnehmer der Beize vor einem sind und andere sich lärmend unmittelbar hinter dem Staart des Vogels bewegen, dann wird er wahrscheinlich verärgert oder beunruhigt. So bewältige ich das Hindernis mit dem noch verhaubten Beizvogel, gehe ein wenig von meinen Gefährten weg und versichere mich, daß sich niemand hinter dem Rücken des Vogels befindet und veranlasse ihn, ein paar Sekunden an dem kalten Flügel zu zupfen, bevor ich die Haube abnehme. Ich ermutige ihn, nach dem Abhauben noch einige Sekunden weiter an dem kalten Flügel zu zupfen, wöhrend er sich an seine Umgebung und die Gesellschaft gewöhnt. Dann wird der kalte Flügel zurückgezogen, und wir gehen ans Werk.


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